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Die Bullemänner servieren „Schmacht“ erstmals als kulinarischen Abend – Vorstellung bereits nach kurzer Zeit ausverkauft

Die Bullemänner haben demnächst nicht nur geistigen Proviant dabei, sondern unternehmen auch etwas gegen den Schmacht ihrer Gäste – stört ja ungemein, so ein knurrender Magen mitten im Bühnenprogramm. Das westfälische Ethno-Kabarett blickt zwar durchaus bissig auf seine Heimat, kann die Liebe dazu aber nicht ganz verbergen.

Daher startet am Freitag, 12. Januar 2018, 20 Uhr, die Kooperation zwischen den Bullemännern und dem Münsterland-Siegel mit dem Programm „Schmacht“ erstmals als kulinarischer Abend. Die Vorstellung war in kürzester Zeit ausverkauft!

Auf Burg Vischering werden den 200 Gästen in der Pause mit dem Siegel ausgezeichnete westfälische Häppchen und Getränke von der Bäckerei Geiping und der Brauerei Pott´s gereicht.

Falls auch Sie Interesse haben, in Kooperation mit dem Netzwerk Münsterland Qualität e.V. einen solchen Abend mit den Bullemännern zu veranstalten, informieren wir Sie gerne:  info@muensterland-qualitaet.de

Beim Thema "Schmacht" liegt die Frage nahe: Auf welches Essen können die Bullemänner nicht verzichten? Augustin Upmann gibt sich ganz bescheiden und nennt ein Honigbrot und ein frisches Glas Milch. Heinz Weißenberg hat etwas dezidiertere Vorstellungen: „Ich brauche fünf Mal täglich guten Bohnenkaffee, Espresso, aus meinem Espresso-Boliden, der stellt die halbe Küche zu, sprotzt, dampft, röchelt und mit einem Fädchen wie ein Mäuseschwänzken kommt ein klitzekleines Tässken feinsten Stöffkens geronnen. Und ein guter Löffel Zucker versinkt langsam in steifer Crema.“

Zurück zu den Speisen. Upmann fällt Gemüse ein: „Möhreneintopf, den liebe ich. Überhaupt alles mit Möhren. Und alles mit Kartoffeln: Reibeplätzkes - mmhhh!“ Man merkt dem Gespann sein Gespür für bodenständige Speisen an. Pizza ist für Heinz Weißenberg essentiell, gerne garniert mit westfälischem Knochenschinken und Rucola. Upmann hatte kürzlich das Vergnügen, Altbier-Gulasch kosten zu dürfen.

Dass die Kulinarik des Münsterlandes aber elegant daherkommen kann, wissen auch die Kabarettisten aus Suchtdrup: „Ich habe letztens seit langem mal wieder gebratene Blutwurst gegessen, ganz fein, ohne dicke Ömmesse drin, mit einem lauwarmen Apfelkompott, so leicht zimtig. Richtig elegant“, erzählt Augustin Upmann.

Wobei Heinz Weißenberg direkt ergänzt: „Was Elegantes im Münsterland, das überrascht immer noch. Mich auch. Ich hab neulich einen Münsterländer Korn geschenkt gekriegt, der war im Eichenfass gereift. Oh lala… Der konnte sich neben meinem Lieblingsgrappa durchaus sehen lassen. Da Weizenkorn jetzt von den Hipsters in Berlin nach Gin als hypercool adaptiert wird, kommen wohl bald die Verkostungsbusse angefahren in Schöppingen - was ist schon ein Hugo? Wir trinken Hubert: Doppelkorn auf zerstoßenen Zuckerrüben.“

Wenn das Programm „Schmacht“ zukünftig als kulinarischer Abend serviert wird, werden die zwei natürlich auch Anekdoten von Begegnungen mit  Münsterländern zum Besten geben. Kleine Kostprobe: „Wenn ich in Münster auf dem Markt bin, kaufe ich immer bei einem Biobauern ein, der steht vor seinem klapperigen VW-Bus, hat kein großes Angebot, aber zu jeder Kartoffel und jedem Kappskopp eine herrliche Geschichte. Das ist echter Nährwert“, sagt Upmann.

Heinz Weißenberg erinnert sich an die 60er Jahre, denn: „Kindheitserlebnisse bleiben am stärksten haften. Die Weihnachtsgans, von Papa selbst gezüchtet, war leider keine knusprige Gans - außen die Haut einer Badekappe, innen trocken. Aber Papa hat Mamas Kochkünsten trotzdem sein höchstes Kompliment ausgesprochen. Sie fragte: ,Und Alwis, schmeckt's?' Er sagte: ,Jau, bleibt drin!'"

Na, wenn das mal kein Abend für Genussmenschen wird.

 

www.burg-vischering.de